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1. David und Goliath
aus Ein Herz für Tiere Heft 9/98
2.
Der Hahn
von Dosine Tiane
aus Jütland, Dänemark
3. Badewanne
von Dosi Frank aus
Deutschland
4.
Das Human-Felin-Wörterbuch
von Dosine Emsie mit Fiedje
aus Deutschland
und Dosine
Tiane aus Jütland, Dänemark
5. Ode
an Max von
Dosi Ingo aus Deutschland für Katerchen "MAX"
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1. David und Goliath
aus Ein Herz für Tiere Heft 9/98
In
der Grafschaft Northumberland wehrte sich eine britische Maus unbekannter Art
nach Leibeskräften ihrer Haut und biß den Angreifer in die Flucht:
Mit einem Schmerzensschrei ließ Birma-Kater Widgett von dem Nager ab
und flüchtete sich in die Arme seiner Herrschaften. Entsetzt über den blutigen
Biß im Pelz ihres Darlings alarmierten sie die Tierärztin, die dem 15 Monate
alten Opfer Antibiotika verabreichte. Für alle Fälle, auch wenn wohl vor allem
sein Stolz verletzt war.
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2.
Der Hahn
von Dosine Tiane aus Jütland, Dänemark
Eines abends, die Finsternis war bereits
über Dänemark gekommen, hockte ich lesend auf dem Sofa, als mich Außengeräusche
aufschrecken ließen. Ich legte das Buch beiseite und schielte suchend in die
Finsternis. Zuerst nur ein Spiegelbild meiner
selbst sehend, erkannte ich dann zwei menschliche Gestalten durch unseren Garten
Richtung Süden hechtend und Sekunden später zurückkehrend.
Ich rief Tom und teilte ihm mit, daß sich
fremde Menschen in unserem Garten befanden. Er trottete herbei, sagte nur "Na
und" und guckte auch hinaus ... erkennend, daß es sich um den etwa 12 jährigen
Sohn unserer Nachbarn in Begleitung eines Freundes handelte, die offenbar kopflos
von A nach B und zurück flitzten.
Zuerst machte ich mir ein wenig Sorgen,
weil Minka Outddoor war, dann aber erblickten wir die Ursache dieses scheinbar
sinnlosen Intermezzos. Der Hahn unserer Nachbarn war augenscheinlich aus seinem
Gehege entwichen und die Jungs versuchten diesen erfolglos einzufangen.
Ich stellte mir Minka vor, wie sie sich vor Angst bebend in einer Hecke verkrümmelt
hatte, denn dieser Hahn war schwarz, schwer und schien in der Blüte seiner Jahre
zu stehen.
Da er sich mittlerweile auf unserer Vernada befand, bedeutete der Nachbarssohn mit Handzeichen, wir sollten die Türe bloß zu lassen und versuchte weiterhin das flügelschlagende Tier zu fangen. Erfolglos versteht sich. Herbeigelockt durch unserer beider Anwesenheit im Wohnzimmer und den von außen eindringenden nicht identifizierbaren Geräuschen, erschien Narses in gemächlichem Schritt, wie immer Erhabenheit und Hochmut ausstrahlend. Beides behielt er bei, als er zunächst ohne etwas erkennen zu können, durch die Verandatürscheibe linste und nur lärmende Kinder entdeckte, etwas, das er nun schon gewöhnt war und ihn nicht schrecken konnte.
Eine Weile spähte er in unverhohlener Großherrenmanier hinaus, spähte, linste und stutzte. "Oh Gott! Nein!" schienen seine Augen zu sagen, der Hahn raste auf die Tür zu, Narses Erhabenheit schlich von dannen, so nacktem Erschrecken Platz machend. Nur langsam richteten sich seine Nackenhaare auf ... Hahn mittlerweile unter dem Gartentisch, Narses duckt sich, Hahn rennt erneut auf die Tür zu, Narses unter das Bett und zwar in rekordverdächtiger Geschwindigkeit.
Der Hahn verläßt auf der Flucht unseren Garten, das Intermezzo wird in unserer Sackgasse fortgesetzt, demnach eine gute Gelegenheit, Narses Mut zuzusprechen, so denke ich, und kehre im Schlafzimmer ein, verlasse den Rollstuhl und lege mich bäuchlings auf den Boden, finde Narses, den Hochmütigen wenig hochmütig leicht zitternd unter dem Bett.
"Komm raus, Männlein. Katzen haben keine Angst vor Vögeln. Ein Hahn ist auch nur ein Vogel."
"Miiiiiihhh." ( Ein verdammt großer Vogel. Ein großer Vogel, der wütend ist.)
"Schon, aber immer noch ein Vogel. Hähnchen magst du gebraten doch gern."
"Miiiirrghh" ( Ja, gebraten. Gebraten ist das da auch viel kleiner)
"Stimmt. Aber du kennst ihn doch. Du läufst doch immer durch diesen Garten."
"Miiiaarggmeow!" (Dann ist der doch hinter Gitter. Und die anderen Hühner auch)
Das klingt in meinen Ohren höchst jämmerlich,
zumal ich weiß, wie großkotzig er an den eingepferchten Hühnern vorbei zu gehen
pflegt, sie gar verhöhnt, indem er auf das Dach des großen Gehegens aus Maschendraht
springt, dort umher stolziert und so mißbilligendes und verängstigtes Gackern
auslöst.
Doch das kann ich ihm so nicht an den kleinen roten Kopf werfen, die Schmähung,
diesen Verlust seiner Manneskraft kann er nicht ertragen.
Das wissend, versuche ich es mit einer anderen Methode. Ich erklimme den Rolli, löse die Bremsen und verlasse das Schlafzimmer, nicht ohne wie nebenher zu bemerken, daß sich Minka, ein Weib!, noch immer draussen in den unendlichen Weiten seines und ihres Revier befindet und dies alles heroisch erträgt. Natürlich teile ich ihm nicht mit, wie sehr ich mich um Minka sorge, fürchte, daß sie kopflos auf die Durchgangsstrasse rennt und so werfe ich mich in eine Jacke und rolle Minka suchend und rufend hinaus, nicht ohne eine Taschenlampe mitzunhemen.
Draussen stelle ich fest, daß der Hahn nicht mehr gejagt wird, er offenbar wieder zu Hause ich, also rufe ich noch eifriger und wundere mich nicht wenig, daß Narses plötzlich neben mir steht. Vermutllich hatte er seinen letzten Rest Mut gesammelt. Nach kurzer Zeit taucht Minkas Kopf aus einem Gebüsch auf. Kuhgleiches Glotzen. "Minkelino. Da bist du ja. Komm!" Aus der Hecke hervorschießend sagt sie "Brrrtlmek!", was soviel heißt wie: Endlich. Ich hatte solche Angst ... und wir drei kehren ein in die relative Sicherheit eines aus Mauern bestehnden Hauses. Narses und Minka verlassen an diesem Abend die Mauern nicht mehr.
Tiane
Oktober 1999
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3. Badewanne
von Dosi Frank aus Deutschland
Katze
Pepsi (siehe Foto re) fing eines Nachts damit an, alles, was irgendwie scheppert,
in die Wanne zu schleppen. *dingding* *dengdengdong* ... Nicht,
dass mich das in meinem Schlaf großartig störte.... Nein, umgedreht, Decke über
die Ohren und gut ist. Aha, denkste. Frag mich eine/r, woher die Kleine ihre
Energie hat, aber irgend wann platzte auch mir der Kragen. Ich, raus aus dem
Bett, durch den Flur *langsamerwerdumdieeckeinsbadleuer* .....
...... Was muß ich das sehen, da spielen meine beiden Katzis Pfotenball in der Badewanne. Womit? In diesem Fall war es ein Kronkorken (meiner Bierflasche), der als Ball herhalten mußte. Ich Trottel, warum lasse ich so ein lärmendes Ding auch in der Wohnung liegen. Meine Schuld!!

Das Spiel ging eine geraume Zeit weiter und alles was in irgendeiner Form scheppert *dengeldongschepperdingdingklong* wurde jede Nacht auf's neue in die Wanne geschleppt. In meiner Not *übernächtigteringeunterdenaugen* entschloß ich mich 10 cm Wasser in die Wanne zu lassen. An diesem Abend ging ich mit gemischten Gefühlen und einer freudigen Erwartung zu Bett.
Ihr werdet Euch fragen worauf ich wartete..... *platschplatschplitschplatsch*,
es war geschehn. Pepsi kam pitschnaß zu mir ins Bett gesprungen, um sich von
dem Schock zu erholen. "Arme Pepsi, welch
böser Mensch hat denn da Wasser auf Euer Spielfeld gelassen??!", was für ein
..... *beißvorlachenaufdieZunge*
Nun dachte ich bei mir, wird dann gleich der nächste an der Reihe sein. Haben Katzen eigentlich eine Sprache??! Ich möchte es fast glauben. Pepsi hatte Kater Merlin (siehe Foto links) nicht gewarnt, dass Wasser in der Wanne war, denn sonst wäre er nicht mit einem Gesichtsausdruck "Komm mit mir in der Wanne spielen Pepsi" in Richtung Wanne gesprintet. *eegggg* Das nächste, was ich wahrnahm, war ein *mordsgetäuse* und ein pitschnasser Kater, der *loströstemich* unter meiner Bettdecke verschwand.
Seit dem ist RUHE!!! Was für ein Unmensch ich doch bin. ;--)))) Trotzdem wage ich es nicht, die Wanne ohne Wasser zu lassen. Übrigens, die Ringe unter meinen Augen sind verschwunden. *eg*
Liebe Grüße aus Wuppertal Katze Pepsi, Kater Merlin (meow) und Dosenöffner Frank
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4. Das Human-Felin-Wörterbuch
von Dosine Emsie mit "Revierkater" Fiedje aus Deutschland
ergänzt von Dosine Tiane mit Kater Narses und Katze
Minka aus Jütland, Dänemark
1. Dein Katzi sitzt vor gefüllter Futterschüssel, schaut Futter an und dann wieder dich .. und Futter ... und dich, meint: "Dosi(ne), das kann man nicht essen, das schmeckt gaar nicht. Gib mir was Neues."
Das "Neue"wird von Narses mißbilligend angestarrt, er riecht schließlich dran und entfernt sich naserümpfend, jedoch nah genug, um weitere Ereignisse abzuwarten, was heißt: "Wo? Ich frage, wo ist die Scheibe Aufschnitt, die dazu gehört????"
2. Dein Katzi beißt dich ein bisschen, meint: "Du bist meine/r liebsteste/r Dosi/ne...:))"
Oder beißt dich heftig, verhakt sich vollkommen mit den Reißzähnen in deinem Handgelenk, umschlingt den Unterarm mit allen Vieren, so gewissermaßen mit dir verschmelzend. "Du bist der böse Feind! derbösefeindderbösefeindderbösefeind!!! Aber nur für die Dauer dieses Spieles, weil wegen des Regens keine anderen "Mäuse" greifbar sind.
3. Dein Katzi rollt mit seinem Bällchen, meint: "Spiel mit mir, du faule Kruke."
Bällchen rollen? Was ist das? ICH rolle mit dem Bällchen und genau diese Frage scheinen mir Narses und Minka mit unverholenem Desinteresse zu stellen: "Wenn wir schon eine Jagd simulieren müßen, damit DU doofes Dosi Spaß hast, gebe uns wenigstens deinen Arm."
4. Dein Katzi kratzt früh morgens am Teppichboden vor deinem Bett, meint: "Steh doch bitte auf und fütter mich und lass´ mich ggf. raus."
Dein Katzi legt sich morgens früh rücklings unter die Kleiderschranktür, diese solange rupfend bis sie aufspringt. An dieser Stelle wird sie wiederholt und massiv wieder auf und zu geschlagen. "Was jetzt? Raus aus dem Bett, ich hab`Hunger!!"
5. Dein Katzi rennt vor Besuch weg und schaut dich von der Diele aus an, meint: "Schick diese Leute weg, ich will die hier nicht haben!!"
Dein Katzi verläßt unter demostrativem Protest auf höchst arrogante Weise das Haus durch die Katzentür und erscheint auf ebenso arrogante Weise nach Verschwinden des Besuches. "Wenn diese Idioten kommen, bin ich weg! Du mußt wissen, wen du bevorzugst."
6.
Dein Katzi kommt bei Besuch angelaufen und setzt sich bei euch hin, meint: "Hmmm,
netter Mensch, darf mich kraulen."
7. Dein Katzi macht bei Besuch einen Buckel, streckt sich kurz und stolziert langsam gen Wohnungstür, meint: "Ach die schon wieder, langweilig. Ich geh´ mal draußen nach dem Rechten seh´n."
8. Dein Katzi reibt sein edles Haupt in deiner Hand und an deinem Bein, meint: "Du bist in Ordnung - ich mag dich sooo gern."
Narses reibt auch gelgentlich, besonders, wenn ich die Küche aufsuche. "Kühlschrank. Bitte mach den Kühlschrank auf und gib mir Menschenfutter."
9. Dein Katzi wird von dir auf den Arm genommen und sagt dann: Maaaaouuu,meint: "Ok, aber lass´ mich jetzt wieder runter."
Du nimmst Narses auf den Arm, wenn er es nicht will und prüfst anschließend deinen Impfpaß. Ist die Tetanusimpfung noch gültig?
10. Dein Katzi verharrt in einer Stellung und schaut dich mit großen Augen an, meint: "Was? Ich versteh´dich nicht. Erklär´ mir das."
Minka verharrt in oben genannter Stellung, auch kuhgleich glotzend. "Ich tu jetzt völlig dumm und denke mir meinen Teil."
11. Dein Katzi reagiert nicht auf dein Rufen und deine Aufforderungen, guckt dich nur an ohne eine Regung, meint: "Ich weiß zwar, was du willst. Will ich jetzt aber nicht. L*** mich am A****...;))"
12. Dein Katzi haut dich mal kurz mit Pfote und sagt evtl dabei: Maao, meint: "Nun ist genug, lass´ mich in Frieden. I warn you."
13. Dein Katzi kommt angerannt wie ein Springteufelchen, wenn du heimkommst und stupst dich, meint: "Juhuuu, Dosi/ne ist wieder da. Ich freu´ mich ja soooo...."
"Wo bist du solange gewesen? Du warst zwei Stunden weg und wir sind hier verhungert und vereinsamt."
14. Dein Katzi steht vor der geschloßenen Verandatür, glotzt verdrossen auf den Regen und stößt leise trompetenähnliche Laute aus. "Mach den Regen weg, Dosine. Ich will raus."
15. Dein Katzi kommt Nachts nach Hause, legt dir eine tote Maus ins Bett und schreit dich triumphierend an. "Für dich!Nur für dich!"
16. Dein Katzi apportiert seine eigene Schmusedecke und legt sie neben dich. "Jetzt! Ich will jetzt schmusen!"
17. Dein Katzi kommend schreiend aus einem Gebüsch, wenn du nach Hause kommst. "Endlich! Der blöde Kater hockt vor der Klappe und läßt mich nicht rein!"
18. Dein Katzi hüpft dir jeden Tag in den absonderlichsten Situationen auf den Schoß und beginnt laut schnurrend zu köpfeln. "Ich liebe Rollstühle. Immer kann ich auf deinen Schoß und zwar dann, wann ICH will."
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5. Ode an Max
von Ingo aus Deutschland für "MAX"
Du
bist mit geschätzten 10 Monaten zu uns gekommen.
Wir haben Dich aufgenommen, Du Streuner.
Kurios war die Art und Weise.
Wochenlang konnte man Dich immer wieder bei uns in der Gegend beobachten.
Streuntest vor unserem Haus, durch Nachbars Garten.
Immer wieder kreuzten sich unsere Wege.
Beim
Spaziergang mit den Eltern,
oder auf dem Weg zur Schule im Winter früh morgens.
Oft habe ich Dich nach Hause gebracht ,
zum Aufwärmen und satt essen.
Unsere
Katze Micki mochte Dich nicht,
dabei warst Du so lieb.
Eines Tages, ich kam aus der Stadt und stieg eine Busstation früher aus
um am Krankenhaus noch einen Zeitung zu kaufen.
Da warst Du wieder und sprangst in das untere Zeitschriften Regal.
Es
regnete und Du warst bis auf die Haut nass.
Das war der Moment, der uns nie mehr trennen sollte.
Ich war 13 Du knapp ein Jahr.
Unter
der Jacke trug ich Dich nach Hause,
Du warst ganz ruhig.
Wir spielten durch die ganze Wohnung, und schliefen nebeneinander ein.
Ab
und zu wolltest Du noch raus, mit dem Nachbar Kater spielen,
aber auf das Klingeln mit dem Schlüsselbund hörtest Du
und kamst sofort angelaufen, es gab was zu essen!
Regelmässig
gingen wir mit Dir Gassi,
Du machtest nur draussen,
an der Leine wie Hunde, die Du gar nicht mochtest.
Ohne
Leine gingen nur wir beide.
Wir joggten um den Häuserblock !
Keiner würde es glauben, der es nicht gesehen hätte.
Du
warst 4 als Micki starb,
jetzt warst Du die Nummer eins.
Ich durfte Dich auch schon am Köpfchen streicheln,
kein anderer durfte das,.........schlechte Erfahrung ?
Nach
weiteren zwei Jahren haben wir einen neuen Kater aufgenommen,
er war ausgesetzt im Wald in einem Karton, Moses.
Er
wurde älter und entwickelte sich zu einem richtigen Schlägertypen.
Er erkämpfte sich den ersten Rang (warum hast Du Dich nicht richtig gewehrt).
Du warst weiterhin der liebste Kater der Welt
der nur jeden Tag an die frische Luft wollte, bis zu 4 mal, an der Leine.
Der Strassenverkehr vor der Tür nahm zu.
Vor
zwei Jahren wurde eine Nierenerkrankung festgestellt ,
man gab Dir nicht mehr lange.
Wir hielten aber durch und Du hattest kaum Probleme.
Dann
vor 4 Wochen wurde Dein Blut untersucht
und die Leberwerte waren doppelt so hoch wie der normale Höchstwert.
Woher kam das auf einmal ?
Es
folgten mehrere Besuche beim Tierazt ,
Du hast Auto fahren gehasst, Angst!
Am Tropf warst Du, stundenlang, alleine.
Du
hast Dich so gefreut uns abends zu sehen, endlich nach Hause.
Aber ein erneuter Bluttest brachte es an den Tag,.....keine Veränderung !!
Schock!!
Ultraschall, die Leber sah nicht ungewöhnlich aus,
Medikamente hast Du nur durch den Tropf erhalten, .......jetzt frage ich mich
warum ?!
Dein
Zustand wurde immer kritischer,
Hunger und erbrechen, das passt nicht !
Deine Augen verschlechterten sich schnell,
bist nur noch an der Wand entlang...
Ich
habe alles (?) versucht , Internet, andere Ärztin,
Zwangsernährung mit allen Lebenswichtigen Stoffen,..................!!
erbrochen!!.
Was tun ?
Die
Ärzte machten mir keine grosse Hoffnung mehr.
Sie redeten von einem herauszögern des Leids.
Es ging Dir schlecht, sehr schlecht.
Ohnmacht .
Der
heutige Tag hat Dich nochmal so gezeigt wie Du bist.
Verschmust, lustig, neugierig.
Du hast heute was vom Tisch bekommen,
und Du hast es verschlungen, Hunger !
Die
letzte Hoffnung schwand
als Du Dich auf Deinem letzten Spaziergang in der kalten November Sonne erneut
erbrachst.
Du schnuppertest die frische Luft, wie früher.
Ich
war hin und hergerissen a
ber so egoistisch darf ein Mensch nicht sein wenn er das Tier liebt.
Die Fahrt zu Tierarzt war lang, sehr lange,
Du warst ganz ruhig, lagst nur da auf Mutter´s Beinen
und warst hellwach.
Du
liefst durch das Wartezimmer und schnuppertest die Gerüche.
Jeden Moment musste die Tür aufgehen.
Auf dem Behandlungstisch hast Du Dich fest an mich gedrückt.
Es war warm hier.
Du
konntest den Tierarzt nicht verstehen,
er tastete Dich ab und erklärte mir einiges.
Ich sollte mich entscheiden,
für Dich und gegen mein Herz.
Ich
hoffe die Spritzen haben Dir nicht wehgetan,
Du schliefst ein, ich hielt Dich !
Bitte
sei mir nicht böse,
wenn es Seelen gibt, treffen wir uns wieder.
Du wirst morgen beerdigt, in der Natur, wo Du hin gehörst.
Ich
denke Du hattest einen schönen letzten Tag,
es kam mir so vor, ich kenne Dich!!
Ich
werde in ein paar Tagen 28 Jahre ,
Du warst fast 15,
mein Geburtstag seit langer Zeit ohne Dich.
Wir hatten eine tolle Zeit, oder !?
Mach
es gut alter Freund, ich vermisse Dich,
ich weine - aber Du bist jede Träne wert.
Grüsse Micki von uns, und ärgere sie nicht, MAX.
Dein
Freund Ingo
November 1999
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© Jolantha Belik 1999-2003 Alle Rechte vorbehalten. Impressum Zuletzt geändert am 27. Februar 2003.
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