Nightwish Konzertbericht am 25.10.04 im Wiener Gasometer
Also gestern war es soweit. _Das_ Konzertereignis. Nachdem
ich das Bootleg vom Tuska Open Air Metal Festival gehört hatte, war ich schon
auf einiges gefaßt. Auch meine Befürchtung, dass sie aufgrund des neuen Albums
Once nicht so viel live spielen würden, sprich, das einiges vom Bank kommen
müsse, bewahrheitete sich. Abgesehen davon, fing der Ärger vorher schon an. Mit
der U Bahn ist man ja gleich dort. Allerdings im falschen "Bau". Und wo die
Halle ist, steht nicht sehr deutlich dort. Aber viel schlimmer war, dass ich im
3 Bau wo die Halle war, nichts stand, dass sich die Halle (Blase) dort (unten)
befand. Außer WGKK (und das gleich 2x) stand dort nichts :-(.
Weiter. Auf der Karte stand 19 Uhr, Nigthwish&Support. Auf der Homepage stand
nichts von einer Vorband. Und Uhrzeitmäßig stand auch nur 19 Uhr, sonst nichts.
Ich glaube auf irgendeiner HP stand etwas von 19 Uhr Einlaß. Ca. gegen 19:30 war
ich dann in der Mitte der "Vorhalle" wo auch so eine Bar war. Kurz (eigentlich
lange:-( ) um 20 ging es dann los mit dem Einlaß. Zumindestens nicht viel früher
und offensichtlich sehr langsam. Flaschen- bzw. Trinkkontrolle. Eh klor. Also
noch ein kurzes Schlückchen aus der Plastikflasche und dann ab in den
bereitgestellten Sack. Unten angekommen, sah ich dann schon mehrere Leute,
obwohl ich in der Schlange oben, weit vorne stand. Naja, geschwind noch auf's
WC, denn nacher würde ich mich nicht mehr von der Stelle rühren wollen :huh:
Vorbei an der Bar (wichtig, auch klar) und durch etliche Menschen, zum WC, dann
zurück und ab nach unten. Und was mußte ich feststellen? Dort spielte schon
jemand. Ein gewisser Timo Rautiauinen und jede Menge Menschen (vor mir :angry:
). Also ein bischen (freundlich ohne drängeln!) durchgekämpft und halbwegs meine
Haltung eingenommen, als er plötzlich aufhört. Super, hab ich also gerade noch
das letzte Lied gehört. Naja, wurscht, schließlich bin ich ja wegen Nightwish da
:-). Doch leider sind nur sehr wenige zur Bar gegangen und ich kam nur
unmerklich weiter zu meiner gewünschten Sehposition. Die da wäre, direkt vor der
Bühne und in der Mitte. Was mir noch unangenehm aufgefallen ist, die Raucher.
Wie immer. Rücksichtslos und Egoistisch. Abgesehen davon, funktionierte die Ab-
und Zuluft (Klimaanlage oder dergleichen) nicht sonderlich (funktioniert die
eigentlich in irgend einer Halle auf dieser Welt?). Hie und da mal ein kühleres
lüfterl. Und wenn man dann noch wie die Sardinen neben- und voreinander steht
und einige rauchen, dann wird es ziemlich warm. Und dann beschwerte sich so ein
Raucher auch noch, weil es so heiß und stickig war :wacko:. Zu Sonata Arctica
kann ich nicht viel sagen, da ich sie vorher kaum kannte und mich die Musik
somit kaum begeistern konnte. Wenn ich ehrlich bin (und das bin ich;-) dachte
ich nur, wann gehen sie endlich...
So, es ist mittlerweile 22 Uhr, der eigentliche Beginn des Konzertes. Ok man muß
ja die Spannung aufbauen, also ging es so kurz nach 22 Uhr (22:07/10) los.
Zuerst kam, welch Überraschung, der Drummer :-), und zuletzt Tarja. Begonnen
hatte es mit dem ersten Lied vom Neuen Album, Dark Chest Of Wonders. Ach ja, zu
Beginn (oder war's mit Anfang des Liedes) ging ein "Vorhang" herunter um das
Once Album Cover freizulegen. Und da stand ich nun <g> hörte eine bekannte sehr
gute Musik und sah Tarja. Ergreifend. Vergessen waren alle unzulänglichkeiten
zuvor. Und als sie dann das Publikum bei zum mitsingen (ah ah oh oh etc.)
aufforderte.... Ein erhebendes Gefühl. Obwohl Gefühl. Also ich bin eher ein
stiller Genießer. Manch anderer hat sich wegge"shacked", head"gebanged" :lol:.
Passend natürlich haben sie Pyro Effekte eingesetzt, womit der ein oder andere
Song noch besser rüberkam. U.a. kamen nicht nur "Explosionen" sondern auch
Feuerstrahlen aus dem Boden (phu, na da wurde es erst "warm", ich stand keine 10
Meter entfernt). Gegen Ende kamen dann von oben, jeweils links und rechts
Wasserstrahlen herunter (wie ein Vorhand) und ganz zum Schluß gab es dann
Confetti :-)
Auch ein neuer Song, nämlich Phantom of the Opera wurde
gespielt. Tarja ist ja über jeden Zweifel erhaben, aber der Gittarist (oder
war's der Bassist, auf jeden Fall der auch unbedingt auf der Bühne rauchen mußte
<_< und die zwei langen Bärte hatte) grölte, vor allem bei diesem Song zu sehr.
Aber das ist wohl Geschmacksache.
Leider war aber auch die Soundeinstellung nicht berauschend. Obwohl einer vor
Ort war um irgendwelche Knöpfe bediente (wie man es aus dem Fernsehen u.a. bei
Viva Clubrotation kennt, wo DJ "live" spielen und dann halt pseudomäßig an den
Drehreglern und Knöpfen "herumspielen"). Der Bass war, wie so oft, zu laut, zu
überdröhnt und Tarjas Stimme hörte man nur ab einen gewissen Bereich (mitte),
die hohen Töne waren gut zu hören. Und noch ein mir unbekannter Song wurde
gespielt, ich glaube er war auch ohne Tarja; irgendetwas mit Superman im Text.
Nach ca. 70 Minuten war das Konzert zu Ende. Ich nahm die Gelegenheit wahr, um
mich nach hinten zu begeben, um mir mal die Akkustik von "hinten" zu geben und
ich ja wußte, dass noch Lieder kamen. So war es dann auch :-). Das letzte Lied
war Wish I Had an Angel; somit dauerte das Konzert nicht ganz 90 Minuten.
Wobei die Akkustik hinten auch nicht so schlecht war. Dafür sah man weniger. Das
hat halt schon etwas für sich, wenn man auf "Schlagdistanz" zu seinen Lieblingen
ist.
Man kann aus der Nähe schon einiges mehr beobachten (so wesentliche Details,
dass der Drummer einen kleinen Ventilator stehen hatte).
Wenn man "sein" Lied, welches einem am Besten gefällt, hört, dann ist das schon
ein sehr bewegender Moment. Im Gegensatz zu Tuska haben sie Over the Hills and
Far Away nicht gespielt. Weiß jemand was sie stattdessen gespielt haben?
Alles in allem, rein von der musikalischen Darbietung gesehen, ein gutes
Konzert. Kommt aber an From Wishes To Eternity nicht heran.
Von der Problematik des Heimkommens via U Bahn red ich erst gar nicht mehr :-(